Privacy Conference 2019 | Bitkom

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Cookies, cookies… ständig werden einem im Internet irgendwo Cookies versprochen, aber es ist jedesmal eine Finte, denn Kekse gibt es nie, wenn man auf „accept“ klickt… ok, Spaß bei Seite. Dass man nun beim Betreten so ziemlich jeder Website, ob Big-Player oder Mini-Blog, die Verwendung von Cookies akzeptieren muss, bevor man hier Zugriff auf irgendeinen Inhalt hat, haben wir der umstrittenen und vielerorts verhassten DSGVO zu verdanken. Die Datenschutzgrundverordnung sollte in erster Linie dafür sorgen, dass der Besucher von Websites aufgeklärt wird, über die Verwendung von Daten bzw. die Auswertung seines Surfverhaltens. Doch anstatt den großen Firmen auf die Finger zu hauen, die wirklich Interesse an persönlichen Daten, deren Speicherung und Auswertung haben, bekamen es vor allem die kleinen Website-Betreiber mit der Angst zu tun. Keiner blickte wirklich durch, was nun getan werden muss, damit am Ende keine Klage ins Haus flattert, weil man irgendwen nicht anständig informiert hat, warum man seine Mailadresse besitzt, und zweimal im Jahr einen Newsletter verschickt. Viele kleine Kultur-Blogs oder Homepages von Selbstständigen machten kurzerhand dicht, weil die Angst zu groß war, nun richtig Ärger zu bekommen, weil womöglich das eigene Impressum der DSGVO nicht entsprach. So war der Grundgedanke sicherlich gut gemeint, doch die Umsetzung ließ zu wünschen übrig, da eben nicht unterschieden wurde zwischen BigPlayer und One(Wo)manShow.

Auf der Privacy Conference des Bitkom war die DSGVO natürlich auch ein Thema und wurde auf ihre Tauglichkeit überprüft. Als Speaker dazu war Dr. Claus Ulmer von der Telekom zu Gast, der zusammen mit Ulrich Kelber (Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit) die aktuelle Entwicklung diskutierte. Ebenfalls auf der Agenda standen u.a. die Themen „e-privacy“, „Data rights“ und „Artificial Intelligence“, die von Experten und Vertretern namhafter Unternehmen, wie Vodafone, Lufthansa oder Google vorgestellt wurden.

Das Networking kam natürlich auch nicht zu kurz, denn wie gewohnt traf man sich später im Innenhof und Saal, um bei Bier und Brezeln Visitenkarten auszutauschen, natürlich nicht, ohne vorher gegenseitig die Datenschutzerklärung zu unterzeichnen. Safety first!

 
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